Wir verurteilen die politisch motivierte Schließung des Russischen Hauses.
Dieser Schritt bedeutet das bewusste Abreißen kultureller Brücken zu einem unserer Nachbarstaaten – ein Angriff auf den Austausch zwischen Menschen, auf Verständigung und auf die Grundlagen einer friedensorientierten Außenpolitik.
Dass diese Maßnahme lange vorbereitet wurde, zeigt die Vielzahl an Hass-Kommentaren und Forderungen aus Teilen der ukrainischen Community und ihrer Fürsprecher in Deutschland – bereits weit vor der sogenannten „Geheimtagung“ im Museum Karlshorst, bei der über die „Umwidmung“ sowjetischer Ehrenmale beraten wurde.
Diese Entwicklung ist Ausdruck einer zunehmenden konfrontativen politischen Linie.
Wohin führt diese Politik?
Sie führt erklärtermaßen zu „Kriegstüchtigkeit“: zu Russophobie, zu Hass und Hetze, zu Hochrüstung, zu massivem Sozialabbau, zu Demokratieabbau und zum Niedergang ziviler Wirtschaftsbereiche.
Genau diese Entwicklung sehen wir derzeit in Deutschland in den Startblöcken.
Wofür treten wir ein?
Für die Förderung kultureller Beziehungen zu den Menschen aller Staaten. Für wirtschaftliche Kooperation zum gegenseitigen Vorteil – auch zum Vorteil Deutschlands. Für den massiven Abbau der Rüstungsförderung und die Rücknahme der faktischen „Kriegskredite“. Für die Stärkung von Industrie und Landwirtschaft, um produktive Beschäftigung zu sichern und gesellschaftliche Umwälzungen – auch durch neue Technologien wie KI – gemeinsam
zu bewältigen.
All dies braucht internationale Zusammenarbeit und wirtschaftlichen Austausch. Kultur ist die erste Brücke. Ohne diesen Austausch wird Deutschland die kommenden Herausforderungen sichtbar nicht meistern.
Die Verurteilung der Schließung des Russischen Hauses richtet sich daher nicht nur gegen eine einzelne Maßnahme, sondern gegen die politische Linie der derzeit Regierenden, die damit eingeschlagen wird. Diese Politik dient nach unserer Auffassung nicht den Interessen des Deutschen Volkes – wie es der Amtseid gemäß Artikel 56 des Grundgesetzes fordert.
Berlin, 3. September 2026
OKV – Präsidium
Alle Protestnoten hier zum Drucken, Herunterladen (siehe vorherige Beiträge, hier enthalten):
