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Zum Thema Russisches Haus noch.

Ich hatte persönlich folgende Erklärung als Audiodatei zum Termin gesandt und sie ist auch bei der Demo abgespielt worden.

Liebe Freundinnen und Freunde aller Länder,

die sich heute versammelt haben, um für den Erhalt des Russischen Hauses Berlin und der Goethe Institute in Russland zu demonstrieren.

Unser Kampf scheint bereits aussichtslos und dass die Verkündung der Bundesregierung ausgerechnet am 01. September erfolgte, am Weltfriedenstag, soll wohl auch als Signal an uns Friedensbewegte wirken und uns klarmachen, dass wir gegen politische Dummheit, arrogante Dreistigkeit und staatlich geförderte piätätlose Geschichtsvergessenheit nichts ausrichten können.

Aber dieser Ansicht bin ich nicht!


Ich bin heute leider nicht bei Euch, weil ich zeitgleich beim Magdeburger Friedensfestival auftrete und dies, zwei Tage vor der Wahl in Sachsen-Anhalt auch unbedingt wahrnehmen möchte. Aber ich bin unter Euch! Bin unter denen, die jahrzehntelang mit Besuchen des „Sowjetischen Hauses der Kultur und Wissenschaften“ / später „Russisches Haus“ die Verbindung und Freundschaft zwischen unseren Völkern leben durften und wollten. Ich selbst habe in diesem Haus viele Friedenskonzerte organisiert und aufgeführt – das letzte ist erst wenige Wochen her. Auch uns, die wir als Bürger der DDR von Anfang an dabei waren, gilt dieser Schlag ins Gesicht!


Und würde sich die Bundesdeutsche Regierung, als Bürge von Minsk2, aktiv an der Beendigung oder wenigstens durch offene Kritik erreichbare Abmilderung des unverhohlenen Nazikultes der Kiewer Regierungspolitik beteiligen, würde es den Ukrainekonflikt überhaupt nicht oder längst nicht mehr geben. Stattdessen tun amtierende deutsche Politiker alles, um den Konflikt mit Russland zu befeuern. Und das sollten auch Jene begreifen, die immer noch glauben, dass man Russland vernichten müsse, um Frieden zu haben. Nein, es sind die Beendigung von Nazikult und Russenhatz in der Ukraine, die auf einen friedlichen Weg führen.


Wir, liebe Freundinnen und Freunde aller Länder stehen zusammen, um unsere Herzen sprechen zu lassen und auf Völkerverständigung zu bestehen und zwar im Sinne des ukrainischen, russischen und nicht zuletzt auch deutschen Volkes.

Die Schließung eines Hauses wird uns diesen Geist nicht brechen! Es ist ein Symbol aber auch nur eine äußere Hülle unserer kulturellen Kraft und unseres Mutes, die Poesie des Lebens völkerverbindend auf ewig miteinander zu teilen.

Solidarische Grüße aus Magdeburg, Tino Eisbrenner (04.09.2026)

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Anmerk.: Diese Erklärung wurde an die Teilnehmer der Demonstration vor dem Russischen Haus in Berlin am 4. Spetember gesendet.