Gerhard Nennstiel

Sie waren von 1988 bis 1989 Vorsitzender der IG Metall, der größten Industriegewerkschaft im Freien Deutschen Gewerkschaftsbund.  Was ist für Sie in der selbstkritischen Rückschau auf das Jahr 1989 der größte Fehler oder das größte Versäumnis des FDGB?

Der größte Unterlassungsfehler des FDGB am unmittelbaren Vorabend der Krise war derselbe Fehler, den auch die Partei gemacht hat, nämlich Sprachlosigkeit und Passivität. Der FDGB war auf der Ebene der Betriebe ein Faktor, aber darüber hinaus nicht. Und in den Betrieben haben wir Positionen verteidigt, die längst hätten korrigiert werden müssen. Probleme wurden über Jahre nicht systematisch angegangen, die den Kolleginnen und Kollegen auf den Nägeln brannten.

Was war das zum Beispiel?

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