Rede von Hans Bauer 20. Juni 2026 am Brandenburger Tor auf der
Berliner Friedenskundgebung „Russland ist nicht unser Feind“
aus Anlass des 85. Jahrestages des Überfalls des faschistischen Deutschlands auf die Sowjetunion:
Liebe Friedensfreunde, liebe Freunde Russlands!
„Russland ist nicht unser Feind“. Mit dieser Botschaft haben wir uns hier versammelt. Und wir gedenken der 27 Millionen sowjetischen Opfer, die für unsere Befreiung starben. Wir erinnern an die schwersten Verbrechen in der Geschichte der Menschheit. Für Land, Rohstoffe und Arbeitssklaven hatte das faschistische Deutschland die Vernichtung ganzer Völker Osteuropas und der Sowjetunion geplant.
Und Deutschland bereitet 85 Jahre danach wieder einen Krieg gen Osten, gegen Russland vor.
Der Generalplan Ost wird vom Operationsplan Deutschland ersetzt. Dieses Mal gemeinsam mit der westlichen „Un-Werte-Gemeinschaft“.
Kriegstüchtig und siegfähig sollen wir werden. Nicht mit uns! Dagegen leisten wir Widerstand!
Liebe Freunde!
Vierhundert Meter entfernt befindet sich das sowjetische Ehrenmal. Im November 1945 errichtet, ist es Mahnung und Verpflichtung. So wie alle nahezu 5 000 sowjetischen Erinnerungsorte in Deutschland.
„Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg“. Mit diesem inneren Schwur besuchen Tausende diese Orte mit Gefühlen des Dankes und tiefer Verbundenheit mit unseren Befreiern. Nicht nur ehemalige DDR-Bürger.
Seit Jahren wird besonders in Berlin von Staats wegen ein würdiges Gedenken massiv behindert.
Sowjetische Fahnen, Lieder, Symbole sind verboten.
Nach einem jüngsten Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts können solche Zeichen „Gewaltbereitschaft vermitteln“.
Als Ermächtigung für Auflagen dient das Versammlungs-FREIHEITS-Gesetz.
Welch Heuchelei und Doppelmoral! Robuste Kontrollen, Repressalien, Festnahmen und Strafen sollen Angst verbreiten. Erfolglos.
Deshalb werden Fühlen und Denken der Menschen manipuliert: Mit Verfälschung historischer Tatsachen, Einschränkung der Meinungsfreiheit, Fiktion einer „Bedrohungslüge“.
Nach einer „Entschließung“ der Europäischen Union wird die UdSSR für den 2. Weltkrieg mitverantwortlich gemacht. Die Schuld umgekehrt, sowjetische Opfer werden relativiert. Das ist Geschichtsrevisionismus. Den wir als Teil der Mobilmachung scharf zurückweisen.
Liebe Freunde!
Inzwischen gibt es Pläne und konkrete Maßnahmen zur Umgestaltung der Denkmale.
Erste Schändungen erfolgten im Tiergarten, als „Kunst“ getarnt. Schon werden die teuflischen Pläne im Berliner Parlament beraten. Durch „Kontextualisierung“ sollen Inschriften und Symbole verändert und verfälscht werden.
Grüne und LINKE sind dabei treue Erfüllungsgehilfen der Kriegstreiber. Ein nächster Schritt könnte der Abriss von Ehrenmalen sein.
Diesen Anfängen müssen wir uns entschieden entgegenstellen.
Die Faschisten haben 1933 Bücher verbrannt, um die Wahrheit zu töten. Das ist ihnen nicht gelungen. Aber sie haben die Vernunft für 12 Jahre ausgelöscht, ein Volk kriegsreif gemacht.
Auch die Schändung der Gedenkstätten soll Erinnerung rauben, Wahrheit verfälschen, Verstand nehmen. Zur Vorbereitung eines dritten Anlaufs.
Das müssen wir verhindern!
Wir fordern:
Schluss mit dem Geschichtsrevisionismus!
Einhaltung des 2+4-Vertrages, der zum Frieden verpflichtet!
Anerkennung der deutschen Verbrechen in der Sowjetunion als Völkermord!
Hände weg von sowjetischen Ehrenmalen!
Frieden und Freundschaft mit Russland!
Aus einem Artikel von Weraa Richter in der UZ vom 12. Juni 2026:
Der Antag der Grünen im Berliner Senat „Sowjetische Ehrenmale in Berlin geschichtlich einordnen und vor politischer Instrumentalisierung schützen“ fand Zustimmung in der Partei „Die Linke“.
Am Montag (08.06.26) reagierte die russische Botschaft in einer Erklärung auf die Angriffe auf die Sowjetischen Ehrenmale:
„Diese Sympole sind heilig und unantastbar.
Jegliche Versuche, ihre Bedeutung zu relativieren, ihren ursprünglichen Sinn zu ändern oder sie in einen anderen historischen Kontext zu versetzen, sind inakzeptabel und schädlich.“
Begegnung mit dem Botschafter der RF bei der Kranzniederlegung am Sowj. Ehrendenkmal in Tiergarten am 20. Juni 2026:


















